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Alufelgen oder Stahlfelgen - Was ist besser?

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Der Begriff Felge bezeichnet fachlich gesehen den ringförmigen Teil des Rades, an dem die Reifenwulste halt finden und somit auch der Auto Reifen. Die Felge hat verschiedene Bereiche, typischerweise wird zwischen Felgenbett, Schulter, Hump, Horn und Ventilloch unterschieden. Die Felgenbezeichnungen sind genormt. Maulweite, Horntyp und Durchmesser sind wichtige Angaben. Die Felge ist fest mit der Radscheibe verbunden.

Radscheiben gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Es sind dort Schraubenlöcher vorhanden, die eine Schraubverbindung mit der Radnabe für Auto ermöglichen. In der Mitte der Radscheibe befindet sich die Radnabenbohrung.

Zusammen bilden Felge und Radscheibe das Fahrzeugrad. Das Rad kann geschmiedet, gegossen und aus vernieteten bzw. verschweißten Teilen zusammengesetzt werden. Insgesamt dient das Rad als Bindeglied zwischen Reifen und Radnabe und überträgt Kräfte und Momente zwischen diesen Fahrzeugkomponenten.

Autoräder werden heutzutage aus Stahl, Aluminium, Magnesium oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Karbon oder Kevlar) hergestellt. Bestimmte Modelle kombinieren verschiedene Werkstoffe zu einer Felge. Gängige Werkstoffe sind vor allem gewalzter Stahl und gegossenes oder geschmiedetes Aluminium.

Die Einpresstiefe (ET) des Rades ist ein für die Lenkgeometrie wesentliches Maß, es gibt den Abstand zwischen der Radmitte und der inneren Auflagefläche des Radflansches an. Bei einer Verringerung der Einpresstiefe sitzt das Rad weiter außen und die Fahrzeugspur ist breiter. Die Einpresstiefe muss den Vorgaben des Fahrzeugherstellers entsprechen, sonst erlischt die Betriebserlaubnis.

Stahlfelgen oder Alufelgen: Wo liegt der Unterschied?

Stahlfelgen

Aus zwei Teilen zusammengesetzte Stahlblechräder sind besonders langlebig und günstig in der Herstellung. Sie zeichnen sich durch hohe Robustheit und Korrosionsbeständigkeit aus, gelten allgemein aber als weniger ansehnlich als Aluminiumräder. Wird kein hochfester Stahl für ihre Produktion verwendet, sind sie vergleichsweise schwer. Sie sind oft Teil der Serienausstattung, z. B. als 16 Zoll Stahlfelgen.

Alufelgen

Aluminiumräder werden hingegen oft als aufpreispflichtige Sonderausstattung angeboten und sind nicht unbedingt Teil der Serienausstattung. Ihr Design gilt generell als ansehnlicher, z. B. sind Dezent Alufelgen 16 Zoll beliebt.

Bei der Herstellung werden sie mit einer Lack- und Klarlackschicht überzogen oder galvanisiert. Nichtsdestotrotz sind Aluräder meist weniger korrosionsbeständig und stoßempfindlich.

Sind Alufelgen leichter als Stahlfelgen?

Die Nutzung vergleichsweise leichterer Räder geht mit einer Verringerung der ungefederten Masse einher. Wiegen sie weniger, verbessert sich dadurch das Fahrverhalten. Die Nutzung leichterer Räder ist demnach von Vorteil.

Bevor die Nutzung hochfester Stahllegierungen für die Herstellung von Fahrzeugrädern relevant wurde und eine Alternative zu konventionellen Stahlrädern bot, waren Aluräder die deutlich leichtere Option, insbesondere in Fall geschmiedeter Aluräder.

Inzwischen ermöglicht die Nutzung von hochfesten Stahllegierungen aber deutliche Gewichtseinsparungen bei der Herstellung. Gewichtsunterschiede zwischen Stahl- und Alurädern sind heutzutage deshalb nicht mehr unbedingt gegeben.

Aus Magnesiumlegierung oder Verbundstoffen hergestellte Räder wiegen aber heutzutage weiterhin am wenigsten.

Alu- oder Stahlfelgen - Was ist besser im Winter?

Stahlräder sind unempfindlicher gegen Korrosion als Aluräder. Sie sind für den Einsatz im Winter tauglich und in dieser hinsicht konventionellen Alurädern überlegen.

Wird die Lackschicht des Aluminiumrads in Mitleidenschaft gezogen, z. B. durch Reibung, Sand und Splitt, ist das Aluminium ungeschützt. Die Kombination aus Streusalzen, Wasser und Luft kann an diesen Stellen zu erheblicher Korrosion führen.

Insbesondere die Auflagefläche der Radnabe und die Felgenhörner sind gefährdet, was die Fahrsicherheit beeinträchtigen kann. Eine gute Abdichtung zwischen Felgenhörnern und Reifenwulsten ist wesentlich, um einen konstanten Reifendruck und somit ein gutes Fahrverhalten zu ermöglichen.

Die Korrosionsbeständigkeit wird bei Alurädern dadurch verbessert, dass sie mit einem besonders stoß- und kratzfesten Lack überzogen werden. Die Wintertauglichkeit dieser speziellen Aluräder ist gegeben.