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Ein blockierter Bremssattel: Was ist passiert und wie kann ich das vermeiden?

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Haben Sie gemerkt, dass Ihr Fahrzeug beim Bremsen auf eine Seite zieht oder es länger dauert als sonst, um zum Stoppen zu kommen? Wenn das so ist, müssten Sie das Bremspedal mit deutlich mehr Kraft betätigen als zuvor? Riechen Sie nach dem Bremsvorgang etwas Brennen? Der Antrieb dreht sich langsam, und der Leerlauf hat sich verschlechtert? Vielleicht ist es an der Zeit, den Bremssattel zu reparieren.

Bremssattelstruktur

Ein Bremssattel ist eine wichtige Einheit einer Scheibenbremsanlage, die zum Befestigen und Halten von Bremsbelägen dient und deren Beweglichkeit beim Bremsen bereitstellt. Es gibt momentan zwei Typen von Bremssätteln: schwimmende und feste.

Schwimmende Bremssättel enthalten normalerweise einen und manchmal zwei Kolben, die sich nur auf einer Seite der Bremsscheiben befinden. Das Gehäuse des Bremssattels ist an der am Achsschenkel montierten Halterung mit Schrauben angebacht; Die Bremsbeläge werden auf die Halterung montiert.

Spezielle Federn werden benutzt, um die Beläge in den Führungsschlitzen zu sichern. Wenn das Bremspedal betätigt wird, bewegt sich der Kolben aus dem Zylinder und übt einen Druck auf den inneren Bremsbelag aus. Anschließend bewegt sich die Klammer an den Führungsstiften und drückt den äußeren Belag auf die Scheibe.

Das feste Bremssattel-Design beinhaltet keine Führungsstifte, wenn sich die Kolben auf beiden Seiten der Bremsscheiben befinden. So wird beim Abbremsen das unter Druck stehende Fluid zu jedem Zylinder gleichzeitig geleitet, wodurch sich sowohl der innere als auch der äußere Belag bewegen. Aber manchmal werden sie mit Spring-Abstandshaltern auseinander gehalten.

Warum blockiert mein Bremssattel?

Häufige Gründe für das Blocken eines Bremssattels sind:

  1. Die Exposition gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz. Die angesammelten Verunreinigungen verhindern, dass sich die Kolben und Führungsstifte frei bewegen können. Flüssigkeiten führen zu ihrer Korrosion, was zum Verkleben führt. Wenn die Gummimanschette zum Schutz der beweglichen Teilen vor aggressiven Einwirkungen abnutzen, erhöht sich das Risiko, dass die Kolben und Stifte zerbrechen. Das Verkleben ist auch viel wahrscheinlicher, wenn die Bremsflüssigkeit nicht rechtzeitig ersetzt wird: sie ist hygroskopisch, so dass der Wassergehalt mit der Zeit steigt, was auch zur Korrosion der Kolben und Nadeln führt.
  2. Die Verwendung falscher Schmierstoffe oder gar keiner. Für die Führungsstifte muss ein spezielles hochtemperaturbeständiges Fett benutzt werden. Unpassendes Fett neigt dazu auszutrocknen oder auszulaufen; es kann auch die Gummielemente zerstören. Die Führungsstifte können sich nicht frei im geschwollenen Anschluss bewegen.
  3. Abrupte Temperaturänderungen. Diese wirken sich nachteilig auf die Gummimanschetten aus. Sie beschleunigen die Korrosion und können dazu führen, dass sich die Bremsscheibe sich verbiegt, was oft zu verklebten Bremsen führt.
  4. Abgenutzte Bremssatzelemente. Ein abgenutztes Bremssattelgehäuse oder eine Kolbenfläche bewirken, dass es schräg und klebrig wird. Der an beschädigten Stellen angesammelte Schmutz beeinträchtigt eine freie Bewegung der beweglichen Einheiten. Das Eindringen von Luft verursacht eine schnellere Korrosion.
  5. Verformung. Die Führungsstifte können aufgrund einer falschen Installation, den hohen Lasten oder durch unvorsichtiges Fahren verbiegen; Dies steigert auch das Risiko einer Verklebung.
  6. Das Fahren mit verschlissenen Bremsbelägen und Bremsscheiben. Um einen guten Grip eines verschlissenen Reibpaares zu sichern, kann sich der Kolben zu weit von seinem Sitz herausbewegen, was zu seinem Schräglauf führen kann.
  7. Die Verwendung der falschen Bremsflüssigkeit. Wenn eine Flüssigkeit zu viskos ist, kehren die Kolben nicht in ihre Anfangsposition zurück. Zudem können polymere oder zusammengesetzte Kolben bei dem Kontakt mit einer falschen Flüssigkeit anschwellen.
  8. Die Exposition gegenüber aggressiven Chemikalien. Streugut und Bremsflüssigkeit führen zu einem vorzeitigen Verschleiß der Staubmanschetten aus Gummi, daher ist es wichtig, das System zu jeder Zeit luftdicht zu halten.

6 Regeln für die korrekte Verwendung der Bremssättel

  1. Reinigen und schmieren Sie die Bremselemente und kontrollieren Sie den Zustand der Staubmanschetten aus Gummi, immer dann, wenn Sie Ihre Bremsbeläge ersetzen - oder alle sechs Monate. Ersetzen Sie drucklose Dichtungselemente umgehend.
  2. Wechseln Sie die Bremsflüssigkeit rechtzeitig Sie ist hygroskopisch, so kann der Wassergehalt mit der Zeit sehr ansteigen. Dies wirkt sich auf die Bremsleistung aus und bewirkt, dass die inneren Kolben korrodieren.
  3. Spielschmierstoffe an Ihr Fahrzeugmodell anschließen. Besondere Anti-Scuff-Pasten, die Kupfer oder Molybdän beinhalten, werden normalerweise zum Schmieren von Bremsscheiben, Druckfedern und Außenseiten von Bremsbelägen benutzt. Die Keramik-Schmierstoffe werden für den Einsatz der Belagssitze empfohlen. Die Führungsstifte müssen mit mineralischen Mitteln geschmiert werden, welche für den Einsatz bei Temperaturen zwischen -45 ° C und +180 ° C vorgesehen sind. Es gibt zudem universell synthetische Schmierstoffe, welche für den Einsatz in allen beweglichen Einheiten der Bremsanlage vorgesehen sind. Bei der Wartung des Gerätes ist es wichtig, nur wenig Schmieröl auf die Staubmanschetten aufzubringen, damit sie am Reibbelag austritt. Sie sollten auch vermeiden, dass die Anti-Scuff-Pasten auf die Dichtungselemente gelangen.
  4. Vermeiden Sie einen aggressiven Fahrstil. Beim Fahren auf kurvenreichen Strecken in den Bergen wird es nicht helfen, die Bremsen oft zu betötigen. Bei gängigen Einstellungen ist es jedoch ratsam, ein plätzliches Starten und Stoppen zu vermeiden. Dies wird dazu beitragen, eine Überhitzung der Bremsanlage zu vermeiden.
  5. Beim Ersatz der Bremsbeläge wird ein Spezialwerkzeug zum Pressen des Kolbens in den Zylinder benutzt. Gehen Sie sicher, dass die Einheiten nicht schief sind.
  6. Um die Korrosion zu verlangsamen oder zu vermeiden, tragen Sie eine besonders hitzebeständige Farbe auf den Bremssattel auf. Die Oberfläche sollte vorher mit Schleifpapier geglättet und entfettet werden. Der Lackmantel wird nicht nur den Bremssattel vor Schäden schützen, sondern hebt auch Ihr Auto hervor.

Schlussfolgerung: Der Bremssattel ist der Typ von Autoteil, der niemals vernachlässigt werden darf. Sein korrekter Zustand sorgt für die Leistung der Bremsanlage und damit für Ihre Sicherheit - und die aller anderen. Das Missachten der ersten Hinweise eines Zusammenbruchs der Bremssättel kann dazu führen, dass Risse auf den Scheiben entstehen und die Bremsen komplett ausfallen. Beachten Sie diese Ratschläge, um sicherzugehen, dass Ihr Bremssattel lange und reibungslos arbeitet.