Plus
Testen Sie den Premium-Account
0   Artikel
#
0,00 €
Ihr Warenkorb ist leer

Reifen auswuchten: Was kostet es und wie oft sollte es gemacht werden

Abonnieren
UNSEREN NEWSLETTER

Um unsere neuesten Nachrichten und Ratschläge zu bekommen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an:

Eine Unwucht tritt bei rotierenden Körpern auf, wenn die Masse dieses Körpers nicht gleichmäßig um die Rotationsachse verteilt ist. Die Hauptträgheitsachse, die durch den Massenmittelpunkt führt, entspricht bei einer Unwucht also nicht exakt der geometrischen Rotationsachse. Dadurch wankt ein solcher Körper während der Drehung, was angrenzende Strukturen vibrieren lässt. Es wird zwischen statischen und dynamischen Unwuchten unterschieden.

Eine statische Unwucht tritt auf, wenn die Hauptträgheitsachse eines rotierenden Körpers nicht mit der Rotationsachse übereinstimmt, aber parallel zu dieser verläuft. Die Masse ist in diesem Fall nur auf einer Ebene nicht gleichmäßig um die Rotationsachse verteilt.

Eine dynamische Unwucht entsteht, wenn die Rotationsachse und die Hauptträgheitsachse relativ zueinander gekippt sind. In diesem Fall ist die Masse auf mehreren Ebenen nicht gleichmäßig um die Rotationsachse verteilt.

Für das Auftreten von Unwuchten an rotierenden Körpern gibt es mehrere Gründe. Eine ungleichmäßige Verteilung der Masse um eine Rotationsachse kann z. B. konstruktionsbedingt, aufgrund von Verformung oder aufgrund von Ablagerungen entstehen.

Unwuchten rufen typischerweise Vibrationen und Geräusche am rotierenden System hervor und haben einen höheren Systemverschleiß zur Folge. Das steigert den Wartungsaufwand und damit einhergehenden Kosten. Insgesamt sinkt auch die Energieeffizienz des betreffenden Systems.

Aufheben lässt sich eine Unwucht durch das Hinzufügen, Entfernen oder Verschieben der Masse. Bei Pkw-Reifen wird dazu typischerweise Masse in Form von Gegengewichten an der Innen- und Außenseite des Rades hinzugefügt.

Reifen Auswuchten: Was ist das?

Reifen Auswuchten: Was ist das?

Die Fahrzeugräder sind ein typisches Beispiel für Fahrzeugkomponenten, in denen Unwuchten auftreten. Das ist bei Rädern unerwünscht, da das die Fahrsicherheit, den Fahrkomfort und die Effizienz des Fahrzeugs schmälert und die Wartungskosten erhöht.

Aufgrund des Ventils tritt bei einem Fahrzeugrad schon konstruktionsbedingt eine Unwucht auf. Zudem kann sie auch aufgrund von kollisionsbedingten Verformungen der Räder, ungleichmäßig abgefahrenen Reifenprofilen, einer Verschiebung des Reifens auf der Felge oder bei Verlust eines Gegengewichtes auftreten. Bordsteinrempler oder starke Bremsungen gelten als typische Ursachen.

Mittels einer Radauswuchtmaschine lässt sich die Unwucht eines Rades messen und korrigieren. Dazu werden die Räder nacheinander in der Auswuchtmaschine von einem Motor bei konstanter Drehzahl zum Rotieren gebracht. Dadurch wird eine Bewegung der Reifen simuliert.

Über Messaufnehmer ermittelt die Maschine das Schwingungssignal des Rades und berechnet dadurch die dynamische Unwucht. Anhand dessen macht die Maschine genaue Vorgaben zur Position und der Masse der hinzuzufügenden Gegengewichte. Der Monteur kann anhand dieser Angaben einen Ausgleich vornehmen.

Allerdings lässt sich mit dieser Maschine der Reifen nicht komplett auswuchten. Unwuchten der Bremsscheiben, der Bremstrommeln oder der Radnaben werden von der Maschine nämlich nicht mit einbezogen. Mit einer mobilen Auswuchtmaschine für Räder können aber auch bei diesen Komponenten Ungleichgewichte gemessen und kompensiert werden.

Muss man Reifen auswuchten?

Oft werden die Räder nur einmal beim Aufziehen neuer Reifen ausgewuchtet, z. B. bei der Nutzung von Allwetterreifen.

Hier findest du gute Online-Angebote für Reifen.

Dieses Vorgehen ist nicht unbedingt zu empfehlen, denn Reifen sind Verschleißteile. Im Laufe der Zeit genügen die einmal angebrachten Gegengewichte nicht mehr, um den Reifen optimal auszuwuchten.

Das Auswuchten der Fahrzeugräder ist bei einem Reifenwechsel, beim Kauf neuer Reifen, nach einer Reparatur oder bei entsprechenden Symptomen unbedingt zu empfehlen. Eine Verschiebung von nur wenigen Gramm kann bei hohen Geschwindigkeiten bedeutende Fliehkräfte an den Rädern hervorrufen. Das mindert kurzfristig die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort und erhöht langfristig die Wartungskosten.

Das Auswuchten sollte deshalb regelmäßig im Rahmen der Fahrzeugwartung vorgenommen werden. Zudem ist es empfehlenswert, das Rad in Kombination mit angrenzenden rotierenden Teilen, z. B. der Bremsscheibe, auswuchten zu lassen. Diese Wartungsmaßnahme sollte nach maximal 10.000 km, beim saisonalen Reifenwechsel oder mindestens alle 2 Jahre durchgeführt werden.

Weist ein Rad Spuren auf, die auf eine Verformung oder einen ungleichmäßigen Verschleiß hindeuten, z. B. aufgrund einer heftigen Kollision mit einem Schlagloch oder einer starken Bremsung, sollte beim Fahren besonders auf Symptome einer ungleichmäßigen Raddrehung geachtet werden. Werden entsprechende Symptome spürbar, empfiehlt sich ein Gang zur Werkstatt.

Was passiert, wenn Reifen nicht richtig ausgewuchtet sind?

Nicht ausgewuchtete Räder verursachen Vibrationen im Fahrzeuginnenraum und am Lenkrad. Ab hohem Tempo tritt das sogenannte “Flattern” des Lenkrades auf. Zudem kommt es zu einem erhöhten Verschleiß der Radlager für Auto und anderer Fahrwerkskomponenten sowie der Lenkung. Ein ungleichmäßiger und verfrühter Reifenverschleiß ist ebenfalls zu erwarten. Höhere Wartungskosten sind die Folge. Allgemein gilt, je höher das Tempo, desto höher die Wirkung der Unwucht.

Was kostet es, Reifen auszuwuchten?

Was kostet es, Reifen auszuwuchten

Das Auswuchten der Räder ist beim Aufziehen neuer Reifen, beim saisonalen Reifenwechsel oder bei einer Reifenreparatur in der Werkstatt üblicherweise im Preis inbegriffen. Ein ausschließliches Auswuchten aller Räder kostet in der Regel maximal 40 bis 50 €.

Wie lange dauert es, Reifen auszuwuchten?

Diese Maßnahme ist in der Regel schnell erledigt. Die Demontage und Montage eines Reifensatzes dauert in der Werkstatt allgemein nicht länger als 20 Minuten. Auch das Auswuchten erfolgt relativ schnell und sollte nach einigen Minuten erledigt sein. Insgesamt sollte die Maßnahme etwa eine Stunde Arbeitszeit erfordern. 

Werden neue Reifen aufgezogen oder andere Maßnahmen ergriffen, verlängert sich die Arbeitszeit entsprechend.

Bei uns findest du ein breites Reifenangebot verschiedener Anbieter, z. B. Yokohama-Reifen.

TOP-Produkte zum Thema: